In den Morgenstunden am Freitag, den 21. Februar 2025 löste in einer Lagerhalle im Gewerbegebiet des Thermalbader Ortsteils Wiesa die Brandmeldeanlage aus.
Routinemäßiger Einsatzalarm
Daraufhin wurden durch die Integrierte Rettungsleitstelle Chemnitz erste Kräfte und Mittel der umliegenden Feuerwehren alarmiert und in den Gewerbepark Wiesa geschickt. Was in den meisten Fällen routinemäßig mit der Feststellung eines Fehlalarms endet, oder nur durch kleinere Rauchentwicklungen die Brandmeldeanlagen auslöst, entwickelte sich in diesem Fall rasch zu einem Großbrand. Die ersteintreffende Feuerwehr stellte bereits eine massive Rauchentwicklung aus der betroffenen Halle fest und erhöhte umgehend das Einsatzstichwort. Schnell wurden durch die Leitstelle Chemnitz weitere Kräfte nachalarmiert.
Erste Löschmaßnahmen - starke Rauchentwicklung
Währenddessen wurde durch die Kräfte vor Ort ein massiver Löschangriff gestartet, welcher sich durch die starke Rauchentwicklung schwierig gestaltete. Über die Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Buchholz wurden im Dachbereich Öffnungen geschaffen, um einen Rauch- und Wärmeabzug zu ermöglichen. Ziel war es, die Löscharbeiten in der Halle zu erleichtern.
Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde eine Evakuierung des umliegenden Gebietes in Betracht gezogen. Zur Durchführung einer eventuellen Evakuierung wurde die Bereitschaftspolizei Dresden angefordert. Über die Warnapp "Nina" wurden im Tagesverlauf verschiedene Gebiete durch die Beaufschlagung mit Brandrauch, sowie Geruchsbelästigung bewarnt. Zur weiteren Gefahrenbeurteilung wurde der Erkundungszug des Erzgebirgskreises hinzugezogen. Durch Drehen des Windes im weiteren Verlauf des Einsatzes konnte die Gefahr jedoch herabgestuft und der Plan der Evakuierung verworfen werden.
Da die Löschmaßnahmen aus verschiedenen Gründen weiterhin schwierig waren, wurde ein Löschroboter der Berufsfeuerwehr Dresden angefordert. Dieser konnte die Löscharbeiten erheblich unterstützen.
Überörtliche Hilfe
Zahlreiche Feuerwehren des gesamten Erzgebirgskreises wurden im Einsatzverlauf nachgefordert, da viele Atemschutzgeräteträger von Nöten waren. So schrillten auch bei unseren Kameraden kurz nach 17.30 Uhr die Melder. Mit unserem LF 10 und einer Gruppe Atemschutzgeräteträgern machten wir uns auf den Weg zum Bereitstellungsraum nach Wiesa.
Für unsere Feuerwehr war diese überörtliche Hilfe nicht die erste. Zum Waldbrand bei Weißwasser im Jahr 1992 und dem Großbrand einer Firma in Elterlein 2017 rückten Kameraden der Feuerwehr Thalheim zum Einsatz außerhalb des eigentlichen Ausrückebereiches aus.
Foto: Feuerwehr Thalheim / Privat
Brandursache
Nach ersten Erkenntnissen geht die Polizei von in Brand geratenen Akkus aus, welche in der Halle gelagert waren.
Feuer aus
Gegen 22 Uhr wurde nach rund 14 Einsatzstunden entgegen der Erwartung, dass sich die Löscharbeiten bis weit in den Samstag ziehen, "Feuer aus" gemeldet. Im Verlauf des Einsatzgeschehens war ein Handeln der Thalheimer Einsatzkräfte nicht mehr nötig, sodass wir nach knapp vier Stunden zum Gerätehaus zurückkehren konnten. Neben vielen Feuerwehren kamen auch zahlreiche weitere Organisationen zum Einsatz.
Das Brandgut, tonnenweise alte Akkus, wurde mit Radladern ins Freie gebracht und weiter abgelöscht. Die Akkus werden von einer Fachfirma mit Abrollcontainern abtransportiert und fachgerecht entsorgt.
Parallel dazu geht es ans große Aufräumen. Benutzte Einsatztechnik, wie Schlauchmaterial und Atemschutzgeräte müssen abtransportiert und gegen einsatzfähiges Material getauscht werden.
Weitere Informationen und Bilder finden Sie in unserem Einsatzbericht.